Burschenschaft Baltia-Gotia

Ilmenau-Köln zu Ilmenau

Kontakt
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Geschichte der Baltia-Gotia

1894 Das Thüringische Technikum Ilmenau wird durch Professor Georg Schmidt gegründet.
1896 Als eine der ersten Verbindungen wird die Technische Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen gegründet. In ihr schließen sich vornehmlich Studenten der ostdeutschen Provinzen und des Baltikums zusammen. Sie tragen kein Couleur, jedoch Bierzipfel und Nadeln in den Farben schwarz-weiß-schwarz. Sie fechten keine Bestimmungsmensuren, geben aber unbedingte Satisfaktion auf schwere Säbel und Pistole. In vielem ähnelt sie stark den frühen, alten Landsmannschaften.
1921 Nach dem ersten Weltkrieg belebt sich das Studentenleben wieder. Den Ost- und Westpreußen wird der Rahmen einer nicht-farbentragenden Verbindung zu eng. Da satzungsgemäß eine direkte Umwandlung der Ost- und Westpreußen nicht möglich war, wird am 01.11.1921 die Auflösung der Ost- und Westpreußen sowie die Gründung der Landsmannschaft Baltia beschlossen. Diese trägt von nun ab die Farben schwarz-silber-blau (schwarz-weiß der Preußen, Blau in Kombination des Baltikums). Der Wahlspruch lautet „Treu den Farben, treu dem Vaterland!“. Baltia entschließt sich zur unbedingten Satisfaktion und führt als erste Verbindung in Ilmenau Bestimmungsmensuren ein. Sie initiiert u.a. den Ehrenburger Convent bei Arnstadt, später tritt sie dem Wachsenburger Landsmannschafter Convent bei.
1933 Da die Studentenzahlen am Ilmenauer Technikum rapide sinken und Baltia grundlegende Prinzipien ihres Verbindungs-Selbstverständnisses im Dritten Reich nicht aufgeben will, suspendiert Baltia. Mit dieser Selbstauflösung entzieht sie sich der Zwangseingliederung in den nationalsozialistischen Jugendverband und einer Umwandlung in eine Kameradschaft.
1957 Durch die aufrechterhaltenen Kontakte während Verbot und Krieg formiert sich der Alt-Herren-Verband erneut. Mit der Unterstützung der TV Saxonia und Markomannia zu Hagen erfolgt die Reaktivierung der Baltia am 15.06.1957 an der Ingenieurschule (später FH) zu Hagen als freischlagende Landsmannschaft.
1960 Am 02.11.1960 wird durch Studenten und Burschen alter farbentragender, aber nicht wieder reaktivierter, Bünde die freischlagende und dachverbandsfreie Burschenschaft Gothia zu Köln gegründet. Sie führt die Farben blau-weiß-gold und den Wahlspruch Ehre-Freiheit-Vaterland.
1968 Die „wilden 68er“ lassen auch die Studentenverbindungen nicht ungeschoren. Bedingt durch den Zeitgeist und der damit oft verbundenen pauschalen Ablehnung jeglicher Traditionen läßt das corporative Interesse der Studenten extrem nach. Auch Baltia muß in Hagen 1968/69 ihre Vertagung annoncieren.
1972 Am 04.11.1972 vereinen sich der Alt-Herren-Verband der Baltia und die noch aktive Gothia zur Burschenschaft Baltia-Gotia Ilmenau-Köln. Aus den Farben der beiden Fusions-Bünde gehen die neuen Farben schwarz-blau-gold mit silberner Perkussion hervor. Der neue Bund ist freischlagend, dachverbandsfrei und hat seinen Sitz in Köln.
1991 Nach dem Mauerfall wird eine Verlegung an die alma mater Baltiae in Ilmenau angestrebt. Im November 1991 werden die ersten Ilmenauer Füxe aufgenommen.
1995 In Ilmenau wird auf dem erweiterten Campus-Gelände in unmittelbarer Nähe zur TU Ilmenau das Alte Brauhaus als neues Verbindungshaus eingeweiht.
1996 Das 100. Stiftungsfest der Burschenschaft Baltia-Gotia Ilmenau, Köln zu Ilmenau wird auf der Wartburg bei Eisenach begangen, auf der etwa 180 Jahre früher das historische Wartburgfest der Burschenschaften stattgefunden hatte.
2000 Baltia-Gotia tritt dem Fränkischen Waffenring (FWR) bei.
2004 Der amtierende Rektor der TU Ilmenau, Prof. Heinrich Kern, wird Ehrenmitglied in der Baltia Gotia.
2006 Landrat a.D. Lutz Rainer Senglaub wird zum 110. Jubiläum als neues Ehrenmitglied aufgenommen.